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Sommerschule in Naryn 2026

    Vom 31. Mai bis zum 5. Juni 2026 wurde der Lehrstuhl „Telematik“ der Kirgisischen Staatlichen Technischen Universität (KSTU) namens I. Razzakov zum Austragungsort einer großen Sommerschule zum Thema „Industrielle Automatisierung mit TIA Portal“. Dieser Intensivkurs wurde im Rahmen eines langfristigen DAAD-Projekts organisiert und brachte Studierende, Masteranden sowie Lehrende des Lehrstuhls zusammen, die sich auf das Erlernen moderner digitaler Technologien konzentrierten.

    Einen besonderen Status verlieh der Veranstaltung die Teilnahme von Gästen aus Deutschland — den Gastprofessoren der Technischen Hochschule Köln (TH Köln): Peter Kern, Anna Nanzig und Nicole Ley. Ihre persönliche Mitwirkung ermöglichte einen vollwertigen internationalen Erfahrungsaustausch und gab den Teilnehmenden die Gelegenheit, nach aktuellen europäischen Standards der Ingenieurausbildung zu arbeiten.

    Das gesamte Programm der Sommerschule basierte auf realen praktischen Aufgabenstellungen in der Engineering-Umgebung Totally Integrated Automation Portal (TIA Portal). Die Teilnehmenden analysierten die Automatisierungslogik im Detail und erlernten dabei gleichzeitig mehrere spezialisierte Programmiersprachen für speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS). Die Ausbildung umfasste sowohl grundlegende Steuerungsalgorithmen als auch den Entwurf komplexer sequentieller technologischer Prozesse.

    Ein wichtiger Schritt war der Einsatz von Virtualisierungstechnologien für die entwickelten Systeme. Die Teilnehmenden lernten, sogenannte „digitale Zwillinge“ realer Industrieobjekte zu erstellen. Dies ermöglichte es, den Betrieb der Steuerungen zu simulieren, eine umfassende Code-Bereinigung (Debugging) durchzuführen sowie die Start-, Stopp- und Schutzlogik der Anlagen in einer virtuellen Umgebung zu testen — noch vor der Montage auf der realen Hardware.

    Das Hauptergebnis der Sommerschule war die erfolgreiche Lösung von Aufgaben im Bereich moderner industrieller Kommunikation. Die Teilnehmenden der Schule konnten in der Praxis eine effiziente Maschine-Maschine-Interaktion (M2M) einrichten, indem sie verschiedene Automatisierungsknoten zu einem einheitlichen Netzwerk zusammenschlossen.

    Der Hauptfokus lag auf der Integration des führenden internationalen Standards IEC 62541 (OPC UA). Die Teilnehmenden bauten erfolgreich eine Architektur auf, die eine sichere, zuverlässige und plattformunabhängige Übertragung von Technologiedaten gewährleistet. Dieses Ergebnis demonstrierte anschaulich die Bereitschaft lokaler Steuerungssysteme für die Integration in globale Netzwerke smarter Produktionen auf dem Niveau von Industrie 4.0.